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Regionales Radwegekonzept: Wegedetektiv online

Im Rahmen der Weiterentwicklung des Regionalen Radwegekonzeptes, das der Regionale Planungsverband seit 2019 bearbeitet, ist neben der Bestandserfassung der Radwege auch ein Beteiligungsprozess für die Bevölkerung vorgesehen. Dieser wird jetzt mit dem Wegedetektiv umgesetzt.

Über www.wegedetektiv.de/westmecklenburg können die Bürgerinnen und Bürger Westmecklenburgs konkrete Vorschläge zur Verbesserung des Radwegenetzes machen. Dem Wegedetektiv ist eine Karte hinterlegt, die verschiedene Markierungen ermöglicht:

  •     Kennzeichnen eines Punktes oder einer Strecke in der Karte
  •     Hochladen eines Fotos der örtlichen Gegebenheiten
  •     Hinterlassen einer Beschreibung oder eines Verbesserungsvorschlags im Kommentarfeld.

Der Wegedetektiv lässt sich über Computer und mobile Endgeräte nutzen und wird voraussichtlich bis Ende Oktober 2020 online sein.

Die Bürgerbeteiligung über den Wegedetektiv läuft parallel zu den Erhebungen vor Ort und macht sich die Ortskenntnis der Bewohnerinnen und Bewohner zunutze. Die Hinweise sollen Aufschluss geben über:

  •     den tatsächlichen Wegebedarf und Lücken im Radwegenetz
  •     Sicherheitsmängel und Gefahrenstellen
  •     fehlende oder unzureichende Radverkehrsinfrastruktur im ländlichen und städtischen Raum.

Mit der Erfassung stehen fünf landesweit touristisch bedeutsame Radfernwege, viele überregionale und regionale Radrouten sowie zahlreiche Verbindungen für den Alltagsradverkehr auf dem Prüfstand. Entsprechend zielt die Abfrage gleichermaßen auf Verbindungen für den Alltagsradverkehr sowie die radtouristische Infrastruktur ab.

Bestandsanalyse als Kern der Überprüfung und Qualitätssicherung

Die Bestandsaufnahme steht am Beginn des Prozesses für die Weiterentwicklung des Regionalen Radwegekonzeptes aus dem Jahr 2009. Dazu wird vor Ort zunächst das Radverkehrsnetz in seiner Ist-Form betrachtet:

  •     Erfassung der vorhandenen Radverkehrsinfrastruktur
  •     Bewertung des Wegezustandes (Oberflächenbeschaffenheit und Wegebreite)
  •     Prüfung, ob die Radwege ein durchgängiges Netz bilden
  •     Identifizierung von Netzlücken
  •     Erhebung von Ausbau und Qualität der Querungsstellen
  •     Überprüfung der Strecken und Knotenpunkte auf Sicherheitsmängel
  •     Analyse möglicher Unfallschwerpunkte

Zusätzlich wird die vorhandene Infrastruktur zur Rad-E-Mobilität, also Stellplätze und Lademöglichkeiten für E-Bikes und Pedelecs erfasst und Wegeweisungsmängel dokumentiert.

Die Ergebnisse der Erhebungen vor Ort und die Hinweise aus dem Wegedetektiv fließen in die Analyse und die Erstellung des Wunsch- bzw. Zielnetzes ein.

Für das Konzept werden zudem wichtige Quell-Ziel-Beziehungen berücksichtigt. Das heißt, es wird die Erreichbarkeit wichtiger Punkte von den Orten aus betrachtet, in denen die Bürgerinnen und Bürger Westmecklenburgs wohnen und arbeiten. (Wichtige Punkte sind beispielsweise Innenstadtbereiche und Einkaufsmöglichkeiten, Kitas und Schulen, Freizeit- und Naherholungsgebiete sowie Bus- und Bahnhaltestellen).

Im Fokus steht darüber hinaus, die Zentralen Orte an den peripheren, ländlichen Raum anzuschließen und eine gute Erreichbarkeit der ländlichen wie städtischen Gebiete zu gewährleisten – für den Alltagsradverkehr und den touristischen Radverkehr.

Am Ende dieser ersten Bearbeitungsstufe für die Weiterentwicklung des Regionalen Radwegekonzeptes werden konkrete Maßnahmenvorschläge entwickelt, mit denen die Rahmenbedingungen für ein attraktives Lebens- und Wohnumfeld geschaffen und der Radverkehr nachhaltig gefördert werden kann. Dabei ist ein durchgängiges, sicheres und komfortables Zielnetz für den Alltags- und Freizeitradverkehr der erste Schritt. Im späteren Verlauf des Projektes soll für das erarbeitete Netz zusätzlich ein entsprechendes Beschilderungskonzept entwickelt werden.