Bezahlbares Wohnen
Das Projekt im Überblick
Bezahlbarer Wohnraum ist längst kein Problem mehr, das nur Großstädten vorbehalten ist. In Westmecklenburg hat sich die Situation auch in Kleinstädten des ländlichen Raums verändert: steigende Mieten, der Wunsch nach Natur und die zunehmende Möglichkeit des Homeoffice haben zu einer spürbaren Stadtflucht geführt. Gespräche mit relevanten Akteuren aller Grundzentren zeigten: Mehr als ein Drittel der Grundzentren verzeichnet Defizite bei bezahlbarem Wohnraum und benötigen dringend Handlungsimpulse. Besonders betroffen sind Zentren in Pendelabstand zu Hamburg und Lübeck sowie Standorte mit Gewerbe- oder Tourismusperspektiven und vielen Arbeitsplätzen.
Daraufhin wurden sechs Grundzentren für eine Teilnahme am Projekt ausgewählt, welche über freie Flächen verfügen und wo zwischen 2022 und 2025 Bebauungsplanverfahren laufen. Um praktikable Lösungen zu erarbeiten, entschied man sich für zwei parallele Wege: Im Rahmen von studentischen Wettbewerben - durchgeführt durch die Hochschule Wismar- wurden für ausgewählte Grundzentren (Dassow, Boizenburg/Elbe und Rehna) städtebauliche und objektplanerische Entwürfe zum Thema „Bezahlbares Wohnen“ bearbeitet. Ziel war ein realisierbarer, marktnaher Mix aus Miete, Wohneigentum und ggf. Gewerbe oder öffentlichen Nutzungen, der standortgerecht, flexibel und nachhaltig ist. Die Ergebnisse wurden öffentlich gegenüber einem breiten Fachpublikum und interessierten Bürgern präsentiert.
Parallel dazu führte der Regionalen Planungsverband Westmecklenburg ein Gutachterverfahren durch, welches fachlich durch die LGE Mecklenburg- Vorpommern begleitet wurde. Ziel war es, ein innovatives Gebäudekonzept für das Grundstück 31.2 in Klütz zu entwickeln, das als Modell für weitere ländliche Projekte in Mecklenburg-Vorpommern dienen sollte. Aus beiden Wegen - den Ergebnissen der drei studentischen Ideenwettbewerbe und des Gutachterverfahrens- entsteht eine umfassende Blaupause: Ein Gestaltungsleitfaden, der von der Hochschule Wismar erstellt wird und sich an weitere Grundzentren, Projektentwickler und Bauträger richtet.
Wirtschaftliche Effekte hängen neben Fördermitteln und Finanzierungsparametern vor allem von Baukosten und der Lebenszyklusbilanz ab. Serielles und modulares Bauen, der Einsatz regionaler Baustoffe sowie intelligente Energiekonzepte – etwa die Nutzung Abwärme benachbarter Betriebe – helfen, Kosten zu senken und die Betriebskosten zu reduzieren. Eine sinnvolle Netzinfrastruktur, sowohl öffentlich als auch wohnungsseitig, trägt zusätzlich zur Wirtschaftlichkeit bei.
Partner des verbandseigenen Projektes sind die Hochschule Wismar, die Architektenkammer MV, die LGE Mecklenburg-Vorpommern sowie ausgewählte Grundzentren der Region.
Nachfolgend finden Sie die Ergebnisse einschließlich der dazugehörigen Broschüren, die im Rahmen des Projektes entstanden sind, bestehend aus:
- den Dokumentationsbroschüren zu den drei studentischen Wettbewerben in Dassow, Boizenburg/Elbe und Rehna und
- der Dokumentation zum Gutachterverfahren in Klütz
Die Dokumentation "Bezahlbares Wohnen für unsere Region - Typologien - als Alternative zum Einfamilienhaus" erscheint in Kürze und ist dann ebenfalls an dieser Stelle abrufbar.
- PDF-Datei: (43.3 MB)
- PDF-Datei: (89.7 MB)
- PDF-Datei: (84.7 MB)
- PDF-Datei: (21 MB)